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Klug, verspielt und anhänglich - ein Hund mit Herz!
Der Film "Lassie kehrt zurück" erotierte weltweit Millionen
Kinderherzen. Sein legendärer Ruf ließ Erlc Knight einen Collie zum
Romanhelden wählen, Um die erstaunlichen Fähigkeiten des
schottischen Schäferhundes ranken sich seit Jahrhunderten legenden.
Königin Victoria schloss den Collie in ihr Herz und machte ihn
salonfähig. Zu prominenten Collieliebhabern gehörte der russische
Zar ebenso wie ein amerikanische Präsident und der Tenno Japans. Die
Herzen des Volkes gewann er in Kriegen. Wo er als Sanitäts- und
Meldehund Tausenden Soldaten das Leben rettete.
Auch wenn die große Beliebtheit Vermehrer und Händler zum Schaden
der Rasse auf den Plan rief, blieb der Collie robust, instinktsicher
und unkompliziert, Der ideale Hund für Einsteiger, 'Nie es scheint.
Trotzdem ist der Collie kein Hund für Jedermann.
Herkunft und ursprüngliche Verwendung
Zunächst war der Hund Jagdgefährte, später Beschützer der Herden.
Als Menschen sesshaft wurden, gewann der wachsame Hofhund an
Bedeutung, ebenso wie der kleinere., wendigere Hütehund, der das
Vieh zu den Weiden führte und dafür sorgte, dass es in den Feldern
keinen Schaden anrichtete. Neueste Forschungen deuten auf eine
Verwandtschaft des Collies mit nordischen Hunden hin, die mit den
ersten Siedlern auf die Insel kamen.
Ehrgeizige Züchter des 19. Jahrhunderts schufen aus unscheinbaren
schwarz-markenfarbigen, schwarzen oder grau gescheckten irischen und
schottischen Hütehunden mithilfe von Setter und Barsoieinkreuzungen
binnen weniger Generationen einen edlen, eleganten Hund mit
leuchtenden Fe!lfarben für den gerade In Mode kommenden
Ausstellungssport und die feinen Salons des Adels und wohlhabenden
Bürgertums. Queen Victoria liebte Collies, Queen Alexandra züchtete
sie, ebenso wie Barsois, auf Schloss Sandringham, wo Kreuzungen für
die russische Barsoizucht gemacht worden sein sollen. Collies
gelangten als königliche Geschenke an die bedeutendsten europäischen
Adelshöfe. Selbst der letzte russische Zar war ein Collienarr.
Galt der Collie zunächst als Inbegriff der Klugheit und Treue,
geriet er nun in den Ruf dumm und langweilig zu sein. Kein Wunder,
er war nur Dekoration und Statussymbol. r'1an schrieb es jedoch der
Zucht auf lange schmale Köpfe zu. Sicher beeinflusste die
Barsoiverwandtschaft auch das Wesen. Barsois sind keineswegs dumm,
sondern ihre Fähigkeiten liegen auf anderem Gebiet Bis heute gilt
"Barsoityp" als schwerster Fehler. Ebbte die r'1odewelle ab, erholte
sich der Collie rasch. Vor dem 2. Weltkrieg und bis in die 1950er
Jahre hinein zeichneten sich viele Collies im Hundesport aus.
Wussten Sie eigentlich, dass der Ursprung des Namens bis heute
unklar Ist? Collie, Coaley oder Colley nannte man die Hütehunde aus
dem Norden der britischen Insel. Das gälische oder keltische "coi"
'" dunkel weist auf schwarzes Fell und schwarzköpfige schottische
Schafe hin.
coir "'Ring, Halsband auf die typische weiße Halskrause. Im übrigen
ist für den Schotten alles Nützliche "Collie"! Haararten und Farben
Wurde der langhaarige Collie zur Arbeit im rauen schottischen
Hochland bevorzugt, fand man Kurzhaars eher in weniger rauen
Gebieten Lind als Treibhund der Viehhändler. Sie blieben die
bescheidenen Arbeitshunde und kamen nie in Hode. War der Langhaar
bis in unsere Tage züchterisch-modischen Wandlungen unterworfen, hat
sich der Kurzhaar kaum verändert. Es ist einigen wenigen hartnäckig
zu ihrer Rasse haltenden Züchtern zu verdanken, dass der Kurzhaar
vor dem Aussterben bewahrt wurde. Heute gewinnt der schöne, robuste,
pflegeleichte Hund immer mehr Freunde, insbesondere unter den
Hundesportlern.
Farben
Die ursprünglichen Colliefarben waren schwarz, schwarzmarkenfarbig
oder grau gescheckt (merle) mit mehr oder weniger weißen Abzeichen.
Das Auftauchen des 1868 geborenen zobelfarbenen Old Cockie, Herkunft
unbekannt, erregte großes Aufsehen. leuchtende, satte Feilfarben
'''-'allen beliebt und sollen auf Einkreuzung von Gordon Setter und
Barsoi beruhen. Die frühen Züchter ließen sich nicht in die Karten
schauen, für sie zählte nur das Endprodukt, das ihrer Vorstellung
vom schönen Collie, der Preise gewinnen und Geld einbringen konnte,
entsprach.
Denn für Sieger bezahlten reiche Amerikaner unglaubliche Summen.
Die \'1erlefarbe wurde als Kennzeichen des ordinären Bauernhundes
zunächst ausgemerzt. Wir verdanken einem einflussreichen
Colliefreund, der sich der Reinzucht des Blue merle widmete, die
Erhaltung dieses alten Farbschlages, der so typisch ist für die
meisten Hütehundrassen.
Merle Collies können ganz oder teilweise blaue Augen haben. Heute
darf nur 13m Elternteil den sog t4erlefaktor tragen und muss mit
einem tricolour Collie verpaart werden. Geben beide Eltern die
Erbanlage für f>1erle an die Welpen, besteht die Gefahr der
Missbildung von Augen und Innenohr. Solche Welpen sind fast oder
ganz weiß. Verpaarung merle mit merle oder Zobelfarben ist nicht
erlaubt.
Tricolour (tiefschwarzes Körperfell mit leuchtend braunen und den
üblichen weißen Abzeichen) mit Tricolour ergibt nur tricolour
Welpen.
Zobelweiß ist dominant, und es können nur tricolour Welpen kommen,
wenn die Eltern die Erbanlage für Tricolour tragen. Blasse Stroh-
oder Cremefarbe ist nicht erwünscht.
Obwohl Queen Victoria weiße Collies besaß und schätzte, wurde Weiß
schon im 19. Jh. aus dem britischen Standard gestrichen.
Weiß mit farbigem Kopf ist nur im US-amerikanischem und kanadischen
Standard aufgeführt.
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