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HD (Hüftdysplasie)
Seit Jahrzehnten
wird die HD (Hüftdysplasie) als Erbkrankheit bezeichnet und
bekämpft. Erfolge stellten sich allerdings keine ein. Mittlerweile
ist man dazu übergegangen, die Ursachen der HD NICHT mehr nur in der
Genetik zu suchen. Verantwortlich für eine HD ist zu
1/3
Vererbung zu 1/3 falsche Belastung und zu
1/3 falsche Ernährung.
Äußerst
eindrucksvoll wird dies von Klaus Dieter Kammerer in seinem Buch Der
Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin beschrieben.
Der
Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin
Die
Ausgangssituation
Die Erkrankungen
des Skelett- und Bewegungsapparates des Hundes stellen seit
Jahrzehnten ein erhebliches veterinärmedizinisches Problem dar. In
den westlichen Ländern sind nach den Statistiken der kynologischen
Verbände 60-65% der gesamten Hundepopulationen betroffen. In nahezu
allen Rassen liegen bei mehr als der Hälfte der Hunde insbesonders
an Acetabulum und Femur - der Hüftgelenkspfanne und dem
Oberschenkelkopf - pathologische Veränderungen vor, die als
Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Canine Hip Dysplasia (CHD) bezeichnet
werden.
Ätiologisch bzw.
ursächlich wurde bei der Hüftgelenksdysplasie des Hundes bislang
allgemein eine polyfaktorielle Vererbung angenommen. Der Begriff
kommt aus der Nutz- und Schlachttierzucht und besagt, dass neben den
Erbfaktoren auch Einflüsse aus der Umwelt - insbesonders die
Ernährung - bei der Ausprägung eines Merkmals eine Rolle spielen.
Das Verhältnis wird durch den Heritabilitäts- bzw. Erblichkeitsgrad
ausgedrückt. Bei der HD des Hundes nahm man prozentuale Werte von
bis zu 60% an, oder bezogen auf 1, von 0,2-0,6.
In den Vereinigten
Staaten, in Großbritannien, in Frankreich und in Deutschland wurden
durch die Hundezuchtverbände Röntgensysteme geschaffen, um die
Hüftgelenksdysplasie zu erfassen und zu bekämpfen. Aber nur in
Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern sollte die HD
mittels Selektion durch Ausschluss der erkrankten Hunde aus der
Zucht aus den Populationen der einzelnen Rassen eliminiert werden.
Diese genetischen Massnahmen erwiesen sich jedoch über drei
Jahrzehnte als erfolglos. Der Verband für das Deutsche Hundewesen
(VDH) in Deutschland erzielte mit seinen Bemühungen keinerlei
Erfolge gegenüber dem American Kennel Club (AKC) in den USA, dem
Kennel Club (KC) in England oder der Société Centrale Canine (SCC)
in Frankreich. Die Hüftgelenksdysplasie liegt in allen westlichen
Ländern wie eh und je bei etwa 50% aller Hunde. Hinzu kommen noch
andere pathologische Veränderungen, so dass sich eine
Gesamtmorbidität- bzw. Gesamterkrankungsrate des Skeletts von 60-65%
ergibt. In den meisten Fällen besteht die HD neben anderen
Skeletterkrankungen.
Die Tierärzte in
den westlichen Ländern forderten zwar ohne Nennung diesbezüglicher
Einzelheiten eine »ausgewogene Ernährung« des Hundes und überliessen
es der Industrie für Tiernahrung, den Hund mit »optimierten
Vollnahrungen« zu ernähren. Derzeit werden 80-85% der gesamten Hunde
ganz oder teilweise mit industriellem Fertigfutter ernährt, das
somit zum Massstab einer gesunden Hundeernährung wurde. Mit diesen
neuen Fütterungsmethoden konnte aber auch keine signifikante
Verbesserung in der Morbidität der Hüftgelenksdysplasie erzielt
werden. Es bestehen vielmehr darüberhinaus mit einer sehr hohen
Gesamterkrankungsrate zahlreiche ernährungsbedingte Erkrankungen
verschiedener Organsysteme.
Nach Marc Torel und
Klaus Dieter Kammerer - einem Tierarzt und einem
Wissenschaftsjournalisten mit medizinischer Ausbildung - können mit
züchterischen Massnahmen und der derzeitigen industriellen
Hundenahrung grundsätzlich keine Verbesserungen in der
Erkrankungsraste der Hüftgelenksdysplasie erzielt werden, weil die
HD nicht erblich ist und das heutige Hundefutter die HD nicht
verhindert, sondern überhaupt erst verursacht. Nach Auffassung
dieser Autoren wird die Hüftgelenksdysplasie des Hundes allein durch
seine Fehlernährung verursacht.
Ein Artikel der TU
erregte weltweites Aufsehen
Im Jahre 1996
veröffentlichte die angesehene »Tierärztliche Umschau« (TU) das
Fortsetzungsreferat »Aktuelle Notizen über die Hüftgelenksdysplasie
beim Hund« von Marc Torel und Klaus Dieter Kammerer. Darin
referierten und analysierten die Autoren die gesamte Entwicklung der
Hüftgelenksdysplasie. Sie legten dar, dass die Erblichkeit der
Hüftgelenksdysplasie niemals schlüssig nachgewiesen worden war und
objektiv nicht gegeben ist, sodass deshalb die Zuchtprogramme über
nunmehr drei Jahrzehnte ohne Erfolg bleiben mussten. (Tierärztliche
Umschau, Jahrgang 51, S. 455 ff., 1996)
Nach Auffassung von
Torel/Kammerer spricht vielmehr alles dafür, dass bei der HD eine
alimentär/hormonelle Ätiologie und Pathogenese infolge Fehlernährung
und erhöhter Produktion von Somatotropin, Trijodthyronin (T3),
Thyroxin (T4), des Parathormons und des insulinähnlichen
Wachstumsfaktors IGF-I im Organismus des Hundes vorliegt. Die
Autoren zogen weiterhin Schlussfolgerungen für die Ernährung und
Haltung des Hundes und gaben Hinweise zur Prophylaxe seiner
Skeletterkrankungen.
Damit brachten sie
zum Ausdruck, dass die HD eine nahrungs- und hormonell bedingte
Ursache und Krankheitsentstehung hat. Die Fehlernährung verursacht
eine erhöhte Produktion von Wachstumshormon, der Schilddrüsenhormone
Trijodthyronin und Thyroxin, des Parathormons und des
insulin-ähnlichen Wachstumsfaktors im Organismus des Hundes. Die
Autoren beschrieben eingehend die Einzelheiten der Fehlernährung und
die nachteiligen Folgen für das Skelett.
Die Publikation
fand in der Tierärzteschaft ein grosses Interesse und eine weltweite
Resonanz. Aus den USA, aus ganz Europa und selbst aus Südafrika und
Australien gingen bei den Autoren und der Schriftleitung der TU
durchweg sehr positive und zustimmende Zuschriften ein.
Der Dreißigjährige
Krieg mit heftigen Kämpfen
Diese Aufsehen
erregenden »Aktuellen Notizen« bildeten die Grundlage für das im
Jahre 1997 erschienene Kompendium »Der Dreissigjährige Krieg
1966-1996«. Das von den Autoren Torel/Kammerer mit einer gewissen
Selbstironie als Kampf- und Streitschrift bezeichnete Buch lieferte
weitere Daten, Fakten und Hintergründe zum Thema
Hüftgelenksdysplasie, insbesonders in der bereits im März 1999
erschienenen ergänzten und überarbeiteten 2. Auflage. (ISBN
3-9807236-1-5)
Der Titel lehnte
sich an den Glaubenskrieg von 1618-1648 in Mitteleuropa an, da nach
der mit ironischen Spitzen versehenen Darstellung der Autoren die
gegen die Hüftgelenksdysplasie gerichteten Bekämpfungsmassnahmen in
den Vereinen und Verbänden infolge der bestehenden dogmatischen
Auffassungen nicht nur geradezu kriegerisch, sondern letztlich im
Ergebnis auch sinnlos waren.
Durch seinen Furor
teutonicus - sein teutonisches Ungestüm - machte das Kompendium
Furore. Die Autoren Torel/Kammerer verstanden sich nicht nur auf
Wortgefechte und fochten eine scharfe Klinge, sondern fuhren auch
schwere Geschütze auf. Die Kampfhandlungen mit Angriff und
Gegenangriff zwischen ihnen und den Betroffenen aus Industrie und
Veterinärmedizin beschäftigen derzeit noch verschiedene Behörden.
Die Bundestierärztekammer, der Verband für das Deutsche Hundewesen
und die Firma Waltham/Effem boykottierten nach Kartellabsprachen das
Buch und unterdrückten die Berichterstattung darüber in der
Tierärzteschaft, in den Vereinen und in den Medien.
Als diese
Massnahmen die Verbreitung des Kompendiums durch
Mund-zu-Mund-Propaganda nicht verhindern konnten, wurde der VDH von
der BTK und Waltham/ Effem vorgeschoben, um vor dem Landgericht
Dortmund ein Verbot des Buches zu erwirken. Als selbst eine am
23.09.1999 bei der parteiischen und beeinflussten 7. Zivilkammer
erlangte einstweilige Verfügung den Vertrieb des Buches nicht zu
stoppen vermochte, intrigierte der VDH beim Börsenverein des
Deutschen Buchhandels in Frankfurt und erreichte am 10.02.2000 eine
Löschung des Titels im Verzeichnis lieferbarer Bücher
(VLB-Verzeichnis), womit »Der Dreissigjährige Krieg« faktisch auf
den Index verbotener Bücher gesetzt wurde, denn er ist über den
Buchhandel nicht mehr oder nur mit erheblichem Aufwand zu erhalten.
Die ersten gerichtlichen Massnahmen gegen den Börsenverein vor dem
Landgericht Frankfurt scheiterten zunächst, da hinter den Kulissen
zwischen den Richtern die Fäden gezogen und Absprachen zu Gunsten
des VDH und seiner Auftraggeber getroffen worden waren. Nach
weiteren Massnahmen wird aber das Buch wieder im Verzeichnis geführt
und kann über den Buchhandel bezogen werden.
Mit vorgefassten
Entscheidungen, die mit der geltenden Rechtsordnung unvereinbar sind
und jeder rechtlichen Grundlage entbehren, und unter grober
Verletzung des Zivilprozessrechts entsprach nunmehr am 16.03.2000
die 7. Zivilkammer des Landgerichts Dortmund den Anträgen des VDH
auf ein Verbot des Buches und schränkte gleichzeitig das Grundrecht
der Pressefreiheit ein. Die Verfahren sind aber noch nicht endgültig
und rechtskräftig, sondern werden vom Kartellsenat des
Oberlandesgerichts in Hamm in der Rechtsmittelinstanz überprüft und
entschieden werden.
Dagegen ermittelt
die Staatsanwaltschaft Dortmund inzwischen gegen Gisela Bremer, die
3. Präsidentin des VDH, dessen Geschäftsführer Bernhard Meyer und
dessen ständige Rechtsanwältin Claudia Marienfeldt wegen der Abgabe
einer falschen eidesstattlichen Versicherung und wegen
Prozessbetrugs. Auch gegen den unkorrekten und parteiischen
Vorsitzenden Beckers von der 7. Zivilkammer und seine Beisitzerinnen
Altemeier und Meyer-Tegenthoff ist ein Ermittlungsverfahren wegen
Rechtsbeugung bei der gleichen Staatsanwaltschaft anhängig.
Gleichzeitig überprüft der Präsident des Oberlandesgerichts Hamm im
Wege der Dienstaufsicht die Manipulationen und den Verdacht der
Korruption in Dortmund.
Bei der
Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschafts- und
Medizinkriminalität in Bochum laufen derzeit Verfahren gegen das aus
BTK, VDH und Waltham/Effem bestehende Trio infernale wegen des
Verdachts des Betrugs, des unlauteren Wettbewerbs und der Korruption
mit aktiver und passiver Bestechung an. Auch die computergestützte
Zuchtwertschätzung des Dr. Beuing am Institut für Tierzucht und
Haustiergenetik der Universität Giessen wird als als profitable
Scharlatanerie Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen
sein.
Das Trio infernale
muss zwangsläufig die Autoren Torel/Kammerer diffamieren und völlig
unglaubwürdig machen, denn wenn deren Behauptungen zutreffen würden,
wären die Spitzen der Kynologie, der Tierärzteschaft und der
Industrie für Tiernahrung wegen ihrer sich über über Jahrzehnte
erstreckenden Stümperei und Scharlatanerie in beispielloser Weise
blamiert und kompromittiert. Das Kompendium »Der Dreissigjährige
Krieg« wurde somit zu einem ausgesprochenen Politikum.
Der
Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin
Nach einem weiteren
Jahr brachte nunmehr Klaus Dieter Kammerer am 10.03.2000 seine neue
Publikation mit dem Titel
»Der
Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin«
und dem Untertitel
»Die
Hüftgelenksdysplasie infolge Fehlernährung als nicht erbliche
Skeletterkrankung des Hundes« heraus (ISBN 3-9807236-0-7).
In dem neuen
Fachbuch stellt K. D. Kammerer in moderater Form und mit um
zahlreiche neue Informationen erweitertem Inhalt die gesamte
Entwicklung der Ernährung des Hundes im vergangenen Jahrtausend bis
zum Jahresende 1999 und seine ernährungsbedingten
Skeletterkrankungen dar. Die Abhandlung der übrigen von ihm
bezeichneten ernährungsbedingten Erkrankungen des Hundes soll in der
anschliessend noch im Jahre 2000 erscheinenden Fortsetzung unter dem
Titel
»Ernährung und
Fehlernährung des Hundes«
erfolgen, in dem
auch eingehend über die für die langfristige Gesunderhaltung des
Organismus des Hundes essentiellen bzw. lebensnotwendigen bioaktiven
Substanzen und sekundären Nahrungsstoffe berichtet wird.
Der Autor fügte
Stein um Stein zu einem eindrucksvollen Mosaik in bunten Farben und
stellt ein letztlich eher düsteres Szenario dar:
Die 12 Thesen von
Klaus Dieter Kammerer:
1. Wie in allen
westlichen Ländern leiden auch 80-85% der etwa 5,5 Millionen Hunde
in der Bundesrepublik mehr oder weniger chronisch und subchronisch
an Adipositas, Leberparenchymschäden, Stoffwechselerkankungen,
gastrointestinalen Störungen mit Pankreasinsuffizienz,
Herz-Kreislauferkrankungen mit Gefässsklerose, Schwächung des
Immunsystems mit gehäuftem Auftreten von Allergien, Infektionen und
Karzinomen sowie verschiedenen Erkrankungen des Skelett- und
Bewegungsapparates mit Dysplasien aller Gelenke, besonders jedoch
der Hüftgelenke. Die Lebenserwartung des Hundes ist ganz erheblich
reduziert, wobei der Krebs inzwischen die Statistik der
Todesursachen anführt.
2. Ebenfalls 80-85%
der Hunde werden ganz oder teilweise mit industriellem Fertigfutter
ernährt, das neben Qualitätsmängeln der verwendeten Rohstoffe in der
Regel methodische Fehler in der Zusammensetzung und im
Herstellungsprozess aufweist. Die Morbidität der vorstehend
bezeichneten Erkrankungen korrelierte in den letzten 30 Jahren
zweifelsfrei mit den Umsätzen der Industrie für Tiernahrung.
Insbesondere die Skeletterkrankungen mit der Hüftgelenksdysplasie
stehen in direktem Zusammenhang mit der jahrzehntelangen
Fehlernährung des Hundes und sind ihre direkte Folge.
3. Das Prinzip für
die Herstellung moderner Hundenahrung wurde aus der Massenproduktion
von Nutz- und Schlachttieren übernommen, besonders der Kälber- und
Schweinemast. Kälbern und Ferkeln wird eine auf schnelles Wachstum
und Gewichtszunahme berechnete Mischung aus den primären
Nahrungsstoffen
Kohlenhydrate, Proteine, Fette,
Mineralstoffe und Vitamine
in den Trog gerührt. Für den Handel werden anstelle der 25 bzw. 50
kg Säcke des Kälber- und Schweinefutters für den Hund Kleinpackungen
und Dosen mit bis zu 80% Wassergehalt als Hundefutter konfektioniert
und angeboten. Dieses Futter unterscheidet sich nur durch
hundespezifische, synthetische Aroma-, Geschmacks- und Lockstoffe
sowie durch die aufwendige Verpackung vom Futter für Schlachttiere.
Allenfalls besteht noch ein Unterschied darin, dass sich im Futter
für die Hunde zur Täuschung der Verbraucher teilweise bis in die
Faserstrukturen zu Fleisch und »fleischigen Brocken« imitiertes Soja
befindet. Die gentechnische Veränderung von Soja führt zu
Lipidablagungen in den Organen und der Gehalt an Phyto-Östrogenen zu
pathologischen Veränderungen am Skelett:
»Frankenstein-Food«
Somit wurde nicht
nur der angebliche Erbmodus bei der HD des Hundes aus der Nutz- und
Schlachttierzucht übernommen, sondern auch seine Ernährung.
4. Durch die starke
Erhitzung der Rohstoffe in Hochdruckwasserdampf bis zu 250° und die
anschliessende Heisslufttrocknung werden die Kohlenhydrate zwar
aufgeschlossen, die Proteine und Fette aber denaturiert sowie alle
natürlichen Vitamine zerstört. Ebenfalls zerstört oder verändert
werden die für eine langfristige Gesunderhaltung des tierischen
Organismus lebensnotwendigen sekundären Nahrungsstoffe und
bioaktiven Substanzen. Deshalb wird dem Futter anschließend eine
standardisierte Mineralstoff- und Vitaminvormischung zugesetzt, die
in der Regel zu hoch dosiert ist. Die Phyto-Östrogene aber bleiben
weitgehend erhalten und greifen mit der gleichen Wirkung im
Organismus wie die endogen gebildeten Sexualhormone auch in den
Knochenstoffwechsel ein, während die Lipidablagerungen zu einer
Sklerose der Blutgefässe und damit zu Hypertonie und Herz- und
Kreislauferkrankungen führen. Aufgrund dieser Fütterungsmethoden
entstehen beim Hund insbesondere Überernährung, die Osteodystrophia
fibrosa, die Osteochondrose (OCD), hormonelle Dysfunktionen sowie
Vitamin A und D3 Hypervitaminosen und in deren Gefolge pathologische
Skelettveränderungen mit Hüftgelenksdysplasie. Allein durch eine
Überdosierung mit Vitamin D3 in der Nahrung und vitaminisierten
Mineralstoffpräparaten kann die Legg-Calvé-Perthes- Erkrankung mit
einer aseptischen Femurkopfnekrose und pilz- und walzenförmigen
Auftreibungen entstehen und damit HD. Das meist mit einem Appetizer
versetzte Fertigfutter führt über eine verstärkte Nahrungsaufnahme
zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Adipositas und langfristig
zu chronischen Erkrankungen verschiedener Organsysteme, insbesondere
von Herz- und Kreislauf. Die im Labor konzipierte moderne
Nutztierernährung wurde ursächlich für die Hüftgelenksdysplasie des
Hundes. Während Kälber und Schweine nach Erreichen eines Levels an
Grösse und Gewicht innerhalb von Monaten mit ihrem pathologisch
veränderten Skelett geschlachtet werden, muss der Hund sich sein
Leben lang auf seinen kaputten Knochen fortbewegen.
5. Die Vererbung
der Hüftgelenksdysplasie des Hundes und seiner übrigen
Skeletterkrankungen wurde niemals nachgewiesen. Die ersten nach der
Ätiologie der HD suchenden Veterinärmediziner stellten verschiedene
Hypothesen auf, von denen schliesslich die polyfaktorielle Vererbung
den Vorzug erhielt, weil sich mit ihr scheinbar alles erklären
liess. Spätere Autoren übernahmen unreflektiert und ohne kritische
Überprüfung diese Vermutungen und schrieben nur ab. Andere schrieben
für Geld Gefälligkeitsarbeiten. Es entbehrt nicht einer gewissen
Pikanterie, dass Professor Helmut Meyer als
Ernährungswissenschaftler, Oberassistent und Direktor in spe des
Instituts für Tierernährung an der Tierärztlichen Hochschule
Hannover im Jahre 1968 über die Vererbung der HD publizierte, obwohl
es sich nicht um sein Fachgebiet handelte und er von der Genetik des
Hundes nichts verstand, dafür aber bereits sehr gute geschäftliche
und finanziell einträgliche Verbindungen zu Waltham/Effem
unterhielt. Letztlich entstand ein ausgesprochenes Dogma über die
polyfaktorielle (polygene, multifaktorielle) Erblichkeit der
Hüftgelenksdysplasie.
6. Es entbehrt
nicht einer gewissen Ironie des Geschicks, daß es sich bei der HD
tatsächlich um eine polyfaktorielle Erkrankung handelt. Als Ursachen
kommen nämlich verschiedene ernährungsbedingte Grunderkrankungen in
Betracht:
a) Rachitis (Knochenerweichung durch Ca- und Vitamin D3-Mangel),
b) Morbus Moeller-Barlow (Skorbut durch Vitamin C-Mangel),
c) Vitamin A+D3-Hypervitaminosen (toxische Überdosierung),
d) Legg-Calvé-Perthes-Erkrankung (Femurkopfnekrose),
e) Genu valgum (X-Bein),
f) hormonelle Dysfunktionen (Schilddrüsenstörung u. a.),
g) Osteochondrose-Syndrom (degenerative Knorpelerkrankung),
h) Osteodystrophia fibrosa (Knochendystrophie),
i) Adipositas (Fettsucht, Übergewicht),
k) Überlastung bei der Bewegung.
Die diesen
Grunderkrankungen zugrundeliegenden Stoffwechselentgleisungen mit
alimentär/hormonellen Dys-Funktionen führen mithin zu Dys-Plasien am
gesamten Skelett des Hundes und reichen von ganz leichten und
vielfach klinisch unerkannt bleibenden Verlaufsformen bis zu
schweren Deformationen. Da am Hüftgelenk die dynamischen und
statischen Kräfte der Bewegung am stärksten sind, kommt es hier
zwangsläufig zuerst zu Verformungen bzw. Dysplasien. Eine Dysplasie
kann aber auch an allen anderen Gelenken auftreten und man würde sie
in mehr oder weniger schwerer Form bei allen Hunden mit HD finden,
wenn man nicht nur die Hüftgelenke röntgen würde. Bei einem grossen
Teil der Fälle von Hüftgelenksdysplasie liegt auch gleichzeitig eine
Dysplasie des Schulter-, Ellenbogen und Kniegelenks vor.
7. Bei der
Ätiologie und Pathogenese der Hüftgelenksdysplasie hat deshalb nur
der Begriff der Faktorenkrankheit Bestand, allerdings ohne den
Faktor Gene. Demnach ist die Hüftgelenksdysplasie als Komplikation
einer Stoffwechselerkrankung im Welpen- und Junghundalter und als
Symptom einer generalisierten, alimentär/hormonellen Erkrankung des
Skeletts anzusehen und keineswegs als erblich bedingte isolierte
Anomalie von Acetabulum und Femur.
8. Die
multinationalen Konzerne Nestlé (Bonzo, Friskies, Matzinger),
Colgate-Palmolive (Hill's Science Diet), Procter & Gamble (Iams,
Eukanuba), Heinz (Recipe)) und insbesondere Mars mit den
Tochtergesellschaften Waltham und Effem (Schappi, Pedigree Pal,
Advance, Frolic) beherrschen den Multi-Billionen-Dollar Weltmarkt
für industrielles Hunde- und Katzenfutter und darin 90% des
europäischen Marktes. Daneben haben Ralston Purina (Pro Plan,
Purina, Latz) und Royal Canin (Selection, Size mini-medium-maxi)
eine gewisse Bedeutung. Effem ist in Deutschland Martkführer mit
einem Marktanteil von 75-80% bei einem Markt von 3,5 Milliarden
Deutschen Mark und erwirtschaftet bei einem Umsatz von etwa 2
Milliarden nahezu 1 Milliarde Profit. Hinter den meisten der vielen
kleinen Hersteller stecken zudem diese grossen Unternehmen.
9. Diese Firmen
verfügen über nahezu unbegrenzte Mittel für die Werbung. In den
westlichen Ländern stehen jährlich um- und zusammengerechnet über 10
Milliarden DM = 10.000 Millionen in den Werbeetats für die
Hundefutterwerbung zur Verfügung. Allein in der Bundesrepublik setzt
der Mars-Konzern mit Waltham und Effem nahezu ½ Milliarde = 500
Millionen DM jährlich zur Pflege der öffentlichen und nicht
öffentlichen Landschaft ein. Die Gelder werden zunächst für Plakat-
und Anzeigenwerbung, für Fernsehspots sowie für die bezahlten Public
Relations Artikel in Zeitungen und Zeitschriften eingesetzt. Die
kynologische Yellow Press ist vollkommen in der Hand der Industrie
für Tiernahrung und kann und darf nur das veröffentlichen, was im
Interesse ihrer Auftraggeber liegt. Kynologische Vereine und
Verbände mit ihren Funktionären geniessen erhebliche finanzielle
Zuwendungen. Der VDH und seine Vorstandsmitglieder sind jährlich
Nutzniesser in Millionenhöhe und damit völlig abhängig und korrupt
geworden. Während alle diese Gelder gezahlt werden, um Personen und
Stimmen zu kaufen, fliessen Schweigegelder an die Parteien, an
Institutionen und an die Justiz.
10. Aber auch die
Tierärzteschaft ist inzwischen fest an diese multinationalen
Konzerne gebunden. Dem gegenseitigen Filz verdanken zahlreiche
Tierärzte Arbeit und Brot. Von den 20.000 praktizierenden Tierärzten
in der Bundesrepublik sind ohnehin ca. 20-25% arbeitslos und weitere
20-25% müssten ihre Praxen schliessen, wenn ihnen nicht die
durchschnittlich DM 40.000-50.000 jährlich aus dem Verkauf von
Diätfutter und dem Röntgensystem des Verbandes für das Deutsche
Hundewesen zur Deckung der Praxisunkosten (Miete, Personal) zur
Verfügung stehen würden. Erhebliche Mittel in bar und Naturalien
gehen an Studenten der Veterinärmedizin, an med.-technisches
Hilfspersonal und an die Tierärzte selbst. Die meinungsbildenden
Tierärzte bzw. Ernährungswissenschaftler an den Instituten für
Tierernährung sind fast alle geschmiert und reisen auf Kosten der
einzelnen Firmen um die ganze Welt. Sie empfehlen mithin aus
Eigennutz diese Produkte und erzählen den Hundehaltern nur von den
Vorteilen des industriellen Hundefutters, während sie zu den
Nachteilen schweigen. Da die gesamten Werbeetats über die Umsätze
und damit über die Verkaufspreise der einzelnen Marken finanziert
werden, bezahlen die Verbraucher und Hundehalter die Gehirnwäsche,
der sie fortwährend unterzogen werden, noch aus der eigenen Tasche
und bedenken dabei nicht, daß die keineswegs so optimierten Produkte
auch noch wesentlich überteuert sind. In den anderen Ländern liegen
gleiche oder ähnliche Verhältnisse vor.
11. Die vorstehend
aufgeführten Unternehmen - insbesondere jedoch Waltham/ Effem -
initiierten das Dogma von der Erblichkeit der Skeletterkrankungen
des Hundes zur Kaschierung der methodischen Fehler der industriellen
Tiernahrung und hielten es über drei Jahrzehnte aufrecht. Fast alle
massgeblichen Veterinäre, die sich in den USA, England und
Deutschland mit der HD befassen oder befasst haben, erhielten
irgendwann Zuwendungen von Waltham/Effem, Ralston Purina oder den
anderen. Das Kalkül und die Marketingstrategien benötigen nicht den
gesunden, sondern den kranken Hund. Die Erkrankungen der
verschiedenen Organsysteme infolge der Fehlernährung gaben den
Anstoss zur Innovation des Marktes mit den zahlreichen
Diät-Produkten, die über den Tierarzt vertrieben werden und dem von
den Herstellern nicht nur die jeweiligen Marken frei Haus geliefert
werden, sondern auch die für ihren Einsatz erforderlichen kranken
Hunde. Industrie und Tierärzteschaft unterhalten in den westlichen
Ländern in einem durc0h und durch korrupten System eine weisse
Kragen- und Kittel-Kriminalität mit dem grössten Betrug in der
Geschichte der Veterinärmedizin, einer ausgesprochenen Chronique
scandaleuse.
12. Die
Fehlernährung des Hundes und das Dogma über die Erblichkeit seiner
Hüftgelenksdysplasie stellen zunächst einen doppelten Irrtum und in
Anbetracht des von der Industrie für Tiernahrung und den besonders
in USA, England und Deutschland in ihren Diensten stehenden
Professoren und Professorinnen an den veterinärmedizinischen
Fakultäten der Universitäten bei der Gesundheit des Hundes
geschaffenen und über vier Jahrzehnte unterhaltenen Desasters den
Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin dar: Millionen Hunde in aller
Welt wurden nämlich in diesem Zeitraum krank- und zu Tode gefüttert.
Durch eine Reform der Hundeernährung mit einer Verbesserung der
Qualität und Beseitigung der methodischen Fehler bei der Herstellung
liesse sich in wenigen Jahren die Morbidität bzw. Erkrankungsrate
der zahlreichen ernährungsbedingten Erkrankungen des Hundes
signifikant senken. Insbesondere könnten die Skeletterkrankungen mit
der Hüftgelenksdysplasie zumindest erheblich reduziert werden.
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